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ADHS bei Frauen

ADHS bei Frauen - oft unterschätzte Häufigkeit

Langezeit galt ADHS als reine Kinderkrankheit. Man ging davon aus, dass ADHS vorwiegend Jungen betrifft und ADS vorwiegend Mädchen - doch beide Aussagen sind falsch!

Das ADHS keine Kinderkrankheit ist und sich nicht raus wächst, ist mittlerweile belegt - ADHS wächst sich nicht raus, es wird erwachsen. Die Statistik geht davon aus, dass ca. 60% aller Kinder mit ADHS auch im Erwachsenenalter bestimmte ADHS Verhaltensweisen beibehalten. Doch Frauen werden oftmals zu spät oder gar nicht diagnostiziert mit erheblichen Fehldiagnosen.

ADHS ist nicht gleich ADHS und keine Aufmerksamkeitshyperaktivitätsstörung gleicht der anderen. Fällt der Begriff der ADHS entstehen automatisch Bilder von unfolgsamen Jungen, die sich an keine Regeln halten und über die Stränge schlagen. Doch auch Mädchen und Frauen können an einer AD(H)S erkranken, sie wird bei ihnen nur oft erst sehr spät erkannt und führt häufig zu vielen Fehldiagnosen.

ADHS Symptome bei Mädchen und Frauen äußern sich anders als bei Jungen und Männern. Mädchen werden oft mit ADS in Verbindung gebracht, der Aufmerksamkeitsdefizitstörung ohne Hyperaktivität. Diese äußert sich so subtil, dass diese Mädchen keine ADS Diagnose erhalten und ihnen somit eine wichtige und notwendige Behandlung b.z.w Begleitung verwehrt wird.

ADS äußert sich oft in still und brav sein, sich zurückziehen, träumen, verschlossen sein und auch in Konzentrationsstörungen. Lehrer beruhigen verunsicherte Eltern oft mit „sie ist halt ein Spätzünder, das wird noch“ – doch dies kann fatale Folgen nach sich ziehen.

Mädchen und Frauen mit ADS benötigen ebenso eine Therapie oder ein Coaching, wie Jungen mit ADHS, da die Verhaltensweisen wie Hyperaktivität und Unruhe bei weiblichen Betroffenen „innen“ abläuft. ADHS trägt Gefühle auf der Zunge, ADS auf der Seele. Dies führt, nicht erkannt u. a zu Diagnosen wie Depressionen, Borderline – Störungen, Angststörungen. Auch Essstörungen und Zwangsstörungen sind im Zusammenhang mit ADS keine Seltenheit. Das Selbstwertgefühl weiblicher Betroffener ist stark gefährdet und kann sich ebenso optimal entwickeln, wie das der ADHS betroffenen Jungen.

Dennoch ist eine ADHS auch bei Mädchen und Frauen möglich. Im Laufe des Lebens erlernen die Heranwachsenden, diese Verhaltensweisen zu kompensieren und sich anzupassen. Mädchen, die unruhiger sind als „normal“, die „nicht zu bändigen“ sind, die ständig in der Schule durch „Raufereien“ auffallen, die Schwierigkeiten haben, ihre Schule und ihre Ausbildung zu bewerkstelligen oder die immer wieder ihren Job verlieren sind keine Seltenheit.

Auch Mädchen und Frauen fangen permanent neue Dinge an, ohne sie zu Ende zu bringen und fühlen sich „wie getrieben“. Fühlen sich diese Betroffenen in die Enge getrieben, bevormundet oder gereizt, reagieren auch sie mit Aggressionen, Wutausbrüchen und Streitigkeiten.

Die Gefahr einer nicht – diagnostizierten oder/und nicht behandelten ADHS und ADS sind nicht nur die negativen Erfahrungen und Rückmeldungen im Leben mit einem geschwächten Selbstbewusstsein, sondern auch die „zusätzlichen“ Erkrankungen, die aus diesem „Seelenleid“ entstehen können, wie Persönlichkeitsstörung, Burnout, Suchttendenzen oder psychosomatische Erkrankungen aller Art sowie Essstörungen.