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Schädliche Lernmethoden bei Legasthenie und ADHS

Schädliche Lernmethoden bei Legasthenie und ADHS

Schulen setzen heute oftmals auf viele unterschiedliche Lernmethoden. Viele bunte Bilder, unterschiedliche Arbeitsblätter, vielseitige Lösungsmöglichkeiten...Leider haben sich einige dieser Lernmethoden besonders bei Legasthenie und AD(H)S als ungünstig erwiesen...Diese Lernmethoden können den Erfolg der Kinder verhindern und ihnen das Lernen extrem erschweren....

Immer häufiger trifft man Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten aller Art. Die Schulen beklagen sich, dass Kinder nicht still sitzen, keine Regeln befolgen können oder die Anweisungen der Lehrkraft nicht verstehen. Viele Kinder und Jugendliche leiden heute an Wahrnehmungsstörungen, doch oftmals sind auch die Lernmethoden nicht wirklich geeignet.

- Ähnliches gleichzeitig vermitteln

Versucht man Kindern gleichzeitig z. B rechts und links, b und p, d und t, m und n, kommt es häufig zu Verwechslungen. Dies verhindert den Automatisierungsprozess, bewirkt eine hohe Fehlerrate, diese Dinge werden immer wieder falsch gemacht und es entsteht Frust. Besonders Kinder die Probleme mit Buchstaben und Lauten haben, kommen hier durcheinander.

Dieses Phänomen nennt sich Ranschburghemmung

Die Ranschburghemmung gilt für Deutsch, Mathe, Rechts/Links....dennoch werden im Unterricht weiterhin fleißig Beispiel geübt wie, "unterscheide zwischen s, ss, ß" - "während - wäre"..und viele Erwachsene fragen sich später immer noch, wann man "s, ss oder ß" einsetzt....

Der AOL - Verlag verzichtet in seinen Unterrichtsmaterialien auf Dinge, die zu ähnlich sind!!

- Schreiben, wie man hört

Hier werden falsche Schreibweisen - also Fehler - abgespeichert und falsch automatisiert - faren - fahren. Das spätere "Umlernen" stellt für viele Schüler echte Probleme dar und besonders Kinder mit Lese - Rechtschreib - Problematiken sind dieser Methode hilflos ausgeliefert.

Besonders Kinder mit auditiven Wahrnehmungsstörungen können mit dieser Methode nichts anfangen - sie ist schädlich! Sie frustriert die Kinder und bringt ihnen nichts als Misserfolge. Kinder mit AD(H)S und Legasthenie weisen oftmals Probleme mit der auditiven Wahrnehmung auf.....

Außerdem hat sich gezeigt, dass viele Kinder, die nach dieser Methode schreiben gelernt haben, später Schwierigkeiten bekommen, wenn sie dann doch "richtig" schreiben müssen.....

- Anlauttabellen

Macht Lesen und Schreiben für viele Kinder noch schwieriger, da sie die Anlauttabelle "auswendig" können, was ihnen aber wiederum beim Schreiben ganzer Sätze nichts hilft. Die Anlauttabelle ist ein nettes "Beiwerk" - aber nicht das Optimum. Hier gilt ebenfalls, Kinder die an einer auditiven Wahrnehmungsstörung leiden, können mit dieser Methode rein gar nichts anfangen...

- viele wechselnde Methoden

Soll die Motivation und die Lust am Lernen fördern, ist aber für viele Kinder ungeeignet. Besonders Kinder mit Lernschwierigkeiten oder ADHS benötigen für jede neue Methode immer wieder wertvolle Zeit, um dieser Methode "zu erlernen". Der Automatisierungsprozess wird behindert, da das "erarbeiten" der neuen Methoden Kapazitäten aus dem Arbeitsgedächtnis "klaut". Außerdem können diese vielen unterschiedlichen Arbeitsblätter mit vielen Bildchen Kinder mit ADHS und Legasthenie vom eigentlichen ablenken.

- Fehler finden

Oftmals werden in Texten Fehler eingebaut, die die Kinder finden müssen. Beliebt aber ungünstig, da Fehler abgespeichert werden. Ist die Rechtschreibung nicht automatisiert und haben die Kinder Probleme mit Schreiben und Lesen werden sie nicht wissen, welches nun das "richtige" und welches das "falsche" Wort war. Oftmals empfiehlt man Kindern mit Legasthenie, einen Duden zu benutzen um ihre Fehler zu finden. Bevor ein Kind mit Legasthenie und/oder AD(H)S einen Duden benutzen kann, braucht es unendlich viele Übungen!!! Darüber hinaus ist es für viele Kinder mit Legasthenie und ADHS unmöglich, ihre Konzentration auf die Worte zu legen, die sie suchen sollen und dann auch noch die Fehler zu finden.....

"Wort im Heft suchen, Wort im Duden suchen, Buchstabe für Buchstabe vergleichen, immer wieder Blickwechsel vom Heft auf den Duden = Buchstaben verlieren, Zeile verlieren, Buchstaben übersehen, Wort vergessen......