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Wutanfälle bei Kindern - was tun?

Wutanfälle bei Kindern

Wutanfälle sind bei Kindern in einer bestimmten Altersspanne völlig normal. Doch können diese Wutanfälle das Familienleben stark belasten, wenn sie denn nicht zu Handhaben sind, nicht stillbar sind und/oder auch in den folgenden Altersklassen auftreten. Hierbei ist es enorm wichtig, dass nicht nur eine Lösung für die kindlichen Wutanfälle gesucht wird, sondern auch die Eltern - meistens die Mütter - für ihre eigene Entspannung und ein starkes Selbstvertrauen sorgen.


Wut bei Kindern

Wutanfälle treten in jeden Alter auf - von einjährigen Kindern bis zur 90 jährigen Omi....Bei Kindern äußert sich der Wutanfall in...

- schreien

- kreischen

- weinen

- aufstampfen

- treten

- hauen

- Dinge durch das Zimmer werfen

Sind Kinder zwischen 2 und 3 Jahre alt, testen sie ihre Unabhängigkeit und fordern diese rigoros ein...Sie geben den Ton an und verlangen, dass ihre Umwelt diesem Ton folgt...wenn nicht, setzt der Wutanfall ein:-)

In diesem Alter sind die Wutanfälle normal und gehören zur normalen, kindlichen Entwicklung dazu. Was nicht heißt, dass Eltern dies gefallen muss und dass sie dem einfach "hilflos" ausgeliefert sind. Vor allem dann nicht, wenn sich Kinder in diesem Alter "Zuschauer" suchen und die Wutanfälle in der Öffentlichkeit stattfinden. 

Werden die Kinder älter und halten die Wutanfälle an, gestaltet sich das Ganze etwas schwieriger. Kinderpsychologen schätzen, dass ca 80% aller 6-12 jährigen Kinder regelmäßig einen "ausgewachsenen" Wutanfall bekommen.

Gründe für Wutanfälle

- Willen durchsetzen

- nicht weiter wissen

- taktisches Hilfsmittel

Was tun

Völlig egal, aus welchem Grund der Wutanfall einsetzt - Eltern müssen ihn weder tolerieren noch gut finden noch sich damit abfinden!

Die Häufigkeit der Wutanfälle vermindert sich oftmals, je länger man sie ignoriert. Während eines Anfalls mit dem Kind zu sprechen - weder mit Engelszungen, noch mit Strafandrohung - macht keinen Sinn. Das Kind befindet sich im "Wuttunnel" und ist nicht aufnahmefähig.

Die immer noch verbreitete Strategie, das Kind während einem Wutanfall festzuhalten, ist nicht 100% sicher, da es den Anfall auch verstärken kann.

Um den Anfall zu ignorieren, verlässt man im günstigsten Fall den Raum! Ist die Absicht des Wutanfalls die Aufmerksamkeit, wird das Kind ihnen folgen! Machen sie einfach, das was sie gerade machen OHNE ihr Kind zu beachten.

"Wenn du wieder mit mir sprechen kannst, treffen wir uns in der Küche" - mehr nicht!

Funktioniert das Ignorieren nicht, gibt es eine Auszeit. Nein, Auszeit ist KEINE STRAFE sondern ein Hilfsmittel, den Kindern klar zu machen, dass ihr Verhalten so nicht akzeptiert wird. Wut ist völlig ok, aber nicht treten, hauen, Dinge und Personen beschädigen!

Für kleinere Kinder hat sich der Auszeitstuhl bewährt, bei größeren ein anderes Zimmer - Quelle D. Krowatschek

Auch ein Verstärkerplan - Punkteplan hilft hier weiter. Es wird mit dem Kind vereinbart, WANN es WIE VIELE Punkte bekommen kann und GEGEN WAS die gewonnen Punkte eingetauscht werden können.

In allen Fällen ist es aber ebenfalls wichtig, dass Eltern auf ihre eigene Entspannung achten! Besonders im Umgang mit Erziehungs-schwierigen Kindern steigt der eigenen Stresspegel enorm an, man verliert an eigenem Selbstvertrauen und man steht förmlich unter "Dampf". Wer als Eltern seine eigenen Bedürfnisse vergisst und ignoriert, wer nur noch angespannt und innerlich aufgewühlt ist und wer das eigenen Selbstvertrauen verloren hat, kann sich nicht adäquat dieser täglichen "Schwerstarbeit" widmen.

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